Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Mediendesign, Webdesign und Grafikdesign?

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Oftmals kommt es bei den Begriffen „Mediendesign“, „Webdesign“ und „Grafikdesign“ zu Verwechslungen. Doch wo liegt der Unterschied? Und was ist eigentlich Kommunikationsdesign? Schließlich ist Design doch Design, oder nicht? So einfach ist es leider nicht. Obwohl Kommunikationsdesign und Grafikdesign eigentlich die gleichen Studiengänge sind. Jedoch gibt es im Bereich Design viel verschiedene Studienmodule und die Hochschulen setzen ihre Schwerpunkte oftmals unterschiedlich.

 

 

Grafikdesign? Was bedeutet das eigentlich?

Grafikdesign ist die wohl älteste Bezeichnung für diesen Studiengang oder Beruf. Sie stammt noch aus einer Zeit, in der man analoge Medien, wie Firmenlogos, Layouts für Zeitungen und Werbebroschüren, gestaltet hat. Der Fokus liegt oder lag hier meistens auf dem Print. Heute haben sich die Anforderungen für den Grafikdesigner selbstverständlich geändert. Man designt heute nicht nur analog, sondern auch digital. Designt werden zudem Produkte wie Webseiten, Messtände und Verpackungen.

Die gestalteten Produkte sind nicht länger reine Grafikprodukte, sondern dienen als Elemente der Kommunikation. Für Studiengänge gibt es daher neue Namen wie „Kommunikationsdesign“ oder „Visuelle Kommunikation“. In diesen Studiengängen geht es nicht mehr länger nur um die Umsetzung, sondern auch um die Gestaltung einer Strategie hinter der Gestaltung und eine Nutzung in der Unternehmenskommunikation. Dahinter steht die optische Gestaltung der Inhalte bestimmter Medien. In diesen Studiengängen liegt der Fokus klar auf handwerklichen Fähigkeiten, um damit Kommunikationsmaterialien zu gestalten.

Verankerung in digitalen Medien

Das Studium „Mediendesign“ ist stark in digitalen Medien verankert. Der Fokus liegt hier ganz klar auf audiovisuellen Medien, Apps, Webdesign und moderner Fotografie. Dazu kommen oftmals bruchstückhafte Programmier-Kenntnisse zur Umsetzung der Gestaltung. Obwohl der Studiengang stark in den digitalen Medien fokussiert ist, ist der Studieninhalt abhängig vom Verlaufsplan des Studiums und den zugehörigen Modulen. Diese unterscheiden sich von Hochschule zu Hochschule.

Aus diesem Grund gilt es, sich vor Studienbeginn gut über die Inhalte und Schwerpunkte eines solchen Studiums zu informieren. Vor allem auch, weil es oftmals unterschiedliche Spezialisierungsmöglichkeiten gibt. Im Allgemeinen kann man jedoch sagen, Mediengestaltung bedeutet zum einen das Arbeiten an und für digitale Medien, Fotografie und interaktives Design, zum anderen jedoch auch Webdesign und Programmierung. Vereinzelt designt ein Mediengestalter auch Grafiken.

Und was macht ein Webdesigner?

Der Webdesigner fokussiert sich auf das Gestalten von Web-Inhalten. Er gestaltet eigentlich gar nichts für den Print. Hier geht es also hauptsächlich um die Gestaltung von Webseiten, Apps oder die Erstellung von Online-Werbebannern. Es ist dem Mediendesign zwar sehr ähnlich, entfernt sich aber vollständig Produktdesign oder Werbetechnik.

Hier wird ein großer Fokus auf die Programmierung gelegt. Im Gegensatz zum Mediendesign ist diese hier nicht nur bruchstückhaft zu erlernen. Zudem kümmert man sich auch um Online-Marketing und dessen Gestaltung.

Die Unterschiede im Überblick

Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass man sich bei Grafik- oder Kommunikationsdesign vor allem im Bereich des Prints bewegt. Hier gestaltet man Bücher, Plakate, Corporate Designs, Werbungen und Leitsysteme. Jedoch wird auch illustriert, Schriften entwickelt und Verpackungen designt.

Beim Mediendesign hingegen liegt der Fokus klar auf der digitalen Gestaltung. Hier beschäftigt man sich beispielsweise mit Motion, 3D, Videoediting, Film Title Design und audiovisueller Gestaltung. Wer Mediendesign studiert, lernt oftmals auch rudimentäre Programmierung.

Beim Webdesign liegt ein großer Schwerpunkt auf dem Erlernen der Programmierung. In diesem Studiengang / Ausbildung erlernt man das Gestalten von Apps, Webseiten und Online-Werbebannern. Mit Print hat ein Webdesigner nichts zu tun.

Man kann diese drei Arten des Designs also gewissermaßen von Print zu Non-Print staffeln. Beginnend mit dem Grafik- oder Kommunikationsdesigner, der seinen Fokus auf Printprodukten hat, über den Mediendesigner, der schwerpunktmäßig in den digitalen Medien verankert ist, jedoch auch Printprodukte gestalten kann, bis hin zum Webdesigner, der die Programmierung beherrscht und ausschließlich Web-Inhalte gestaltet.

Generell gilt: Design ist nicht gleich Design. Wer also einen Designstudiengang studieren möchte, sollte sich vorher gut über Studieninhalte, Schwerpunkte und zugehörige Module informieren, bevor er sich für einen Studiengang entscheidet.

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